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Schulverbund Höchstädt - Bissingen ist perfekt
 

Antrag auf Errichtung des Mittelschulverbundes übergeben
Höchstädt/Bissingen (HER). Was im Januar diesen Jahres mit dem ersten Dialogforum im Landkreis Dillingen unter Beteiligung von Bürgermeistern, Eltern- und Schülervertretern, Schulleitern aus allen Schularten und Beamten aus dem Kultusministerium begann, fand nun Anfang Juli seinen Abschluss:
Die Bürgermeister und Vorsitzenden der jeweiligen Schulverbände, Hildegard Wanner und Michael Holzinger, übergaben Schulamtsdirektor Wilhelm Martin den Antrag auf Errichtung des Mittelschulverbundes Höchstädt – Bissingen.

An dem neuen Schulverbund sind nunmehr alle Kommunen der beiden bisherigen Schulverbände Höchstädt und Bissingen beteiligt. Dies sind neben der Stadt Höchstädt die Gemeinden Lutzingen, Finningen, Blindheim und Schwenningen sowie die Marktgemeinde Bissingen und die Gemeinde Amerdingen.

Die beiden bisherigen Schulverbände werden auch künftig in bewährter Weise fortgeführt. Mit der Ausarbeitung eines Kooperationsvertrages zwischen den beiden Schulverbänden und den sieben Kommunen wurden die Voraussetzungen für eine Weiterentwicklung der beiden bisherigen Volksschulen im Sekundarbereich geschaffen.

Wie alle bisherigen Hauptschulen, die zu Mittelschulen werden sollen, wird sich auch der neue Schulverbund Höchstädt-Bissingen auszeichnen durch die zeitgemäße Weiterführung und Entwicklung der drei berufsorientierenden Zweige Technik, Wirtschaft, Soziales, durch ein Ganztagesangebot mit offener und/oder gebundener Ganztagsschule, das die beiden bisherigen Schulen bereits anbieten, und ein Angebot zum mittleren Schulabschluss auf dem Niveau von Wirtschafts- und Realschule, mit dem in Höchstädt mit dem M-Zweig ebenfalls schon langjährige Erfahrung gesammelt wurde.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine intensive Berufsorientierung und einen vertieften Praxisbezug, der in Höchstädt auch durch die unmittelbare Nähe zur Berufsschule einfach realisiert werden kann. Durch individuelle Förderung sollen alle Kinder einen begabungsgerechten Abschluss erreichen.

Allen Vertragspartnern war bewusst, dass die demographische Entwicklung auch vor den Schulen in Höchstädt und Bissingen nicht halt macht. Zudem wird sich im Hauptschulbereich in den Schülerzahlen auch das veränderte Übertrittsverhalten an weiterführende Schulen ausdrücken, wie es schon seit Jahren zu konstatieren ist.

Zusammen mit der Hauptschule Bissingen werden im Schuljahr 2010/11 etwa 420 Schüler dem Schulverbund angehören. So werden für die nahe Zukunft stabile Zahlen für den Verbund erreicht werden und es soll für alle Schülerinnen und Schüler ein passendes Bildungsangebot bereitgestellt werden, um sie in Regelklassen, Ganztagesklassen und Mittlere-Reife-Klassen gemäß ihren Möglichkeiten optimal zu fördern.

 

Schulverbund Höchstädt - Bissingen perfekt
 

Insgesamt sieben Kommunen sind es, die den Kooperationsvertrag zur Errichtung eines Mittelschulverbundes Höchstädt-Bissingen auf den Weg gebracht haben.

Im Bild von links: Bürgermeister Eugen Götz (Lutzingen), Rektorin Ursula Hertle (Bissingen), Schulamtsdirektor Wilhelm Martin, Rektor Georg Brenner (Höchstädt), Bürgermeister Klaus Friegel (Finningen), Bürgermeisterin Hildegard Wanner (Höchstädt), Bürgermeister Wilhelm Gumpp (Blindheim), Bürgermeister Reinhold Schilling (Schwenningen) und Bürgermeister Michael Holzinger (Bissingen).
Es fehlt Bürgermeister Hermann Schmid (Amerdingen).
Foto: Stadt Höchstädt

 
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Mehr Schüler für Bissingen

Von Simone bronnhuber

Bissinger Volksschule

RN

Platz gibt es an der Bissinger Grundschule und Mittelschule für die neuen Schüler genügend. Wenn es nach Rektorin Ursula Hertle geht, könnten noch mehr ins Kesseltal kommen. Foto: RN

Bissingen Ab Herbst füllen sich die Klassenzimmer der Bissinger Grundschule und Mittelschule: Im neuen Schuljahr bekommt die Schule im Kesseltal Zuwachs. Weil die Hauptschule in Mönchsdeggingen schließen muss (wir berichteten), schickt die Rieser Gemeinde Amerdingen auch ihre Schüler aus Bollstadt künftig nach Bissingen. Die dortige Rektorin Ursula Hertle freut sich darüber: „Umso mehr Schüler, desto besser.“ Platz gebe es genug und auch die Umstellung für die „neuen“ Schüler sei kein Problem. „Der Stoff ist ja der gleiche und unsere Lehrer schaffen das schon, sie alle auf den gleichen Stand zu bringen“, so Hertle.

Schnelle Entscheidung

Bei einem Informationsabend stellte die Rektorin die Bissinger Schule den Eltern, Gemeinderäten, Elternbeiräten und dem Bürgermeister aus Amerdingen vor. „So machen es die Realschulen und Gymnasien ja auch vor den Übertritten der Grundschulen“, so Hertle. Nach dem etwas anderen „Casting“ hat sich die Gemeinde Amerdingen dann entschieden, ihre Schüler in Zukunft nach Bissingen zu schicken. Bürgermeister Hermann Schmidt sagte, dass die Entscheidung relativ schnell fiel. „Im Zuge der Gebietsreform sind viele unserer Schüler schon in Bissingen untergekommen. Die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren war immer gut“, so Schmidt. Auch schon wegen der kurzen Distanz biete sich Bissingen an. Busverbindungen bestünden ebenfalls. „Wir waren uns einig, dass das die beste Lösung für die Kinder ist“, sagte Schmidt. Künftig kommen neun Hauptschüler aus Amerdingen und vier aus dem Ortsteil Bollstadt ins Kesseltal.

Die Hauptschule in Mönchsdeggingen muss schließen, weil die Klassenmindestgröße nicht erreicht wird. Schulverbandsvorsitzender im Landkreis Donau-Ries, Karl Wiedenmann, erklärt: „Von 1430 Einwohnern in Mönchsdeggingen gibt es derzeit nur 25 Hauptschüler. Das ist einfach zu wenig.“ In den vergangenen zwei Jahren seien lediglich knapp 30 Kinder eingeschult worden - „In den nächsten Jahren ändert sich also nichts, sondern es werden eher noch weniger.“ Deshalb habe sich der Schulverband dafür entschieden, die Hauptschule in Mönchsdeggingen zu schließen.

Nicht realistisch gewesen

Auch die Überlegung beispielsweise mit Bissingen einen Schulverband einzugehen, sei nicht realistisch gewesen. „Schüler aus dem Ries hätten dann beispielsweise nach Höchstädt in die Schule gemusst. Das ist viel zu weit. Die Kinder wären zu lange auf der Strecke“, so Wiedenmann. Wenn die Schule einen Verbund gehabt hätte, hätte die Möglichkeit bestanden, die Schüler untereinander auszutauschen. Da dies nicht der Fall ist, werden die Schüler verteilt.

In Bissingen freue man sich laut Rektorin Ursula Hertle auf jeden Fall auf den Zuwachs und sei auch offen für noch mehr. Denn auch die Rieser Gemeinde Forheim überlegt, ob ihre Schüler künftig ins Kesseltal sollen.

www.rieser-nachrichten.de vom 07.01.2011

 

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